Archive for Dezember 2007

happy new year all you girls and boys!

Dezember 31, 2007

da ist doch LSD im grundwasser so wie sich nikakoi immer auf silvester freut. dabei gibt es keine geschenke oder solchen schnickschnack. kick out the besinnlichkeit und schalt die stereoanlage ein. wir tanzen heute auf dem bett, weil der fußboden schon voll ist. kann man das innere dauergrinsen abstellen? befremdlich wenn es von hinten mit seiner pudelmütze ankommt. strahlegrins, a quadrillion times.

musik für die okkasion: björk it’s oh so quiet.

shout it from the rooftops!

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begrabt meine sterblichen überreste am rande des gewerbegebietes

Dezember 26, 2007

und am ende liegt man in der badewanne, raucht eine papirosse und will sich die pulsadern aufschneiden. dazu laufen the kinks mit „lola“, kula shaker und meditationsmusik.
wenn mein leben mal verfilmt wird, dann mit thora birch und den soundtrack machen radiohead und charlotte gainsbourg.
ja, es war weihnachten.
jeder nehme seinen platz ein. meiner ist der als verzogenes großstadtkind (ich vermiss berlin tatsächlich, 260 km). wir sind auf dem land, in bayern – christus- und marienfiguren in jedem dorf. und dann erklär mal, dass du vegetarier bist, oh freude. zudem habe ich einen tierhaarallergie,meine weihnachtenden verwandten jedoch zwei katzen und einen hund. besser wird es nicht, juhu. mir wird nur gesagt, ich soll mich zusammenreißen.nein, ich werde kein landei, nie.
in ein paar tagen zurück nach hauptstadt,mit viel knete und wie immer den falschen geschenken (warum kriege ich mal nicht allerweltsplunder, sondern kunstkalender,die aussehen, als hätten gelangweilte arztgattinnen sie für eine ausstellung in einer außenbezirkssparkasse gemalt?)ich kann mir keinen gemütlicheren ort vorstellen als inmitten meiner verwandten,ein bombenanschlag wäre auch nicht viel anders.

bund deutscher schwuler mädchen

Dezember 18, 2007

Da hat der hausmeister mir einen Link geschickt, den ich oberflächlich gar nicht so wahrgenommen habe. Und da ist man mal gar nicht so beschäftigt, dann hat man auch Zeit für’s Lesen… und da kommt erstaunlicherweise ein dümmlicher Schmus bei heraus! Kann es eine christlich geprägte Anthropologie überhaupt geben, darf man sich an dieser Stelle fragen. Muss das nicht alles so schön neutral sein. Naja, letzten Endes wirft ja sowieso jeder mehr oder weniger stark gefiltert in die Runde, was er im Rucksack dabeihat.
Im konkreten Fall ging es um einen Dozenten, der vormals eine Frau war und nun in Hamburg in der Genderlehre mitrührt. So weit, so unspektakulär. Man darf natürlich nicht vergessen, dass Hamburg Studiengebühren erhebt. Umso mehr fragt sich der eifrige Student, ob er „das“ mitfinanzieren möchte – nämlich das, was als ledigliche Verwissenschaftlichung des eigenen Hobbys interpretiert wird und wenn es gar mit Sex zu tun hat („Uh Schmuddel!“), dann die Verwissenschaftlichung desselben. Es gibt noch recht drollige Kommentare, wie z.B.: „Hat der Asta eigentlich auch ein Hetero-Referat, das solch exotische Sexualpraktiken wie Kindszeugung propagiert?“, bis es dann kippt:

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sick

Dezember 18, 2007

So. Kurz vor den Ferien, noch mal rüschtüsch schön krank werden. So mit allem Pipapo, Fieber, Krämpfen, Schüttelfrost, ein Panorama der Malfunktionen. Man entdeckt dabei alte Tugenden wieder, z.B. Hausfrauen-Fernsehshows. Derzeitiger Favorit: „Wir in Essen-Borbeck“ auf RTL II, dem Abendland leise Servus sagen. Eine beinahe ethnographische Annäherung an die Wilden unter uns. Nein, prekäre Schichten sind nicht mehr die Abgemagerten von einst, sie sind aufgedunsen wie mein Kopf, und nein, sie sächseln auch nicht. „Nicole, 37, Hartz-IV-Empfängerin“. Ist das ein Job, frage ich mich. Erstmal Tee brühen. Endlich schlafen, unendlich schlafen, monatelangen Schlafdispo wieder reingeholt. Und am schönsten ist es, wenn die Schmerzen endlich nachlassen. Vorerst im Haus bleiben (öfters mal lüften), denn auf offener Strasse besteht weiterhin die Gefahr, gegen irgendwelche Lichtmasten oder Menschen zu laufen, die Koordination ist eingeschränkt. Überreiztheit produziert auch schon mal Halluzinationen und wirre Träume. Das neue Foucault’sche Lieblingsspielzeug ist das Thermometer, Hüter der Innentemperatur (Rekord bei 39,6°C). die Kleidung pragmatisch-schräg, eine Mischung aus Strumpfhose, drei paar Socken, einem Wollponcho und ja, ich schlafe mit Mütze, denn die Fenster sind undicht. Den Körper vorerst mit sich selbst in Ruhe lassen und juhu, endlich Nichtraucher – seit 74 Stunden.

black swans.

Dezember 14, 2007

Ich: „Asha, es ist Viertel nach sechs, auf was warten wir denn noch?“
Asha: „Na, auf den Führer!“

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átján sekúndur fyrir sólupprás

Dezember 9, 2007

En ég/ ég sló tún/ hef slegið fjandans nóg/ og nú hvili hér.
Übergang. Dezember ist kein Monat der großen Gefühle. Eher so eine nüchterne Morgendusche. Und so wahnsinnig erwachsen dabei wirken. So – groß. Die Eltern können nicht helfen, denn in ihrer Zeit waren die Dinge klargestellt bevor das Problem anfing.

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Menschen räumen auf in ihrem Leben, freiwillig oder nicht, ein neues Jahr steht bevor, kein neues Leben, aber sortiert zurück in den Alltag. Herz in der Kiste, was soll es schon da auf dem Kaminsims, an der Wand in Gold gefasst, mit Blüten umrankt auf der Kommode, es gehört da ja nicht mehr hin. Menschen machen hinter sich das Licht aus, und wirken dabei gefasst, nüchtern, stark – und doch so unruhig und ratlos zwischen den Wahloptionen Ernüchterung und Schmerz.

Wendekreis. Nordische Woche bei nikakoi.
Eine Reise in die Nordischen Botschaften Berlins für den Film „Blóðbönd” (Blutsbande) im Abendprogramm. Neues isländisches Kino. Denkste.

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*

Dezember 1, 2007

an den himmelblauen lieblingsmann:

wasn tag und dann du wie ne sonne im pulli im türrahmen.
immer was zu trinken, immer was zu rauchen da,
aber nicht mal etwas brot für das gute gewissen.
popmusik & maschinengewehr
waisenschnee & rosentod
und die nachbarn gucken schon wieder
sollnse doch aus ihren fuchslöchern.

vorlesen
„wie schwerhalsige vögel
die unter der bettdecke schmelzen“,
alter.

noch einen piroutte im kleid des vamps.
und tod den bionazis.

these are my flashbacks babe.