„get over the sorrow, the world is always going to be made of this…“

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Durch den Anton Corbijn-Film über Joy Division wurde nun endlich auch ich mal wieder in die richtige musikalische Richtung gestoßen. Ein Freudenfest über Re-Entdeckung wie nur vergleichbar mit den Smiths, die ebenso achtlos von mir ignoriert wurde, obwohl ich meine Platten mal gegen ihre hätte lieber eintauschen sollen als ich 15 war.
Joy Division sind ebenso eine Band, die ich wohl gerne mit 15 schon gekannt hätte, aber die ich garantiert nicht annähernd verstanden hätte. Mittlerweile ist es ein Spaß, Musik und Texte zu hören, die persönlich einfach viel weniger bedeutet haben – früher (wie soll man auch diese Dimensionen jenseits eines teenage angst Gefühls einordnen?). Die insgesamt recht depressive Seite der Lyrics ist jedoch weitaus mehr als postpubertäres Gewinsel. Eine seltsame Poesie, ähnlich wie bei den Smiths, Worte zum Auswendigflüstern, wichtig.

Fraglich bleibt nur, warum eine Band aus den 1980ern heute, 2008, begeistern kann. Warum selbst jetzt die Zeit der Musik und den Texten keinen Abbruch tut, sondern im Gegenteil, sicherlich retrospektiv, aber dennoch mit Bezug auf die aktuelle Lebenswelt interpretiert werden kann. Warum ist eine so existenzialistisch anmutende Band plötzlich im Mittelpunkt (vom Hype, den begabte tote junge Menschen meist auslösen, mal abgesehen) des Feuilletons und der öffentlichen Aufmerksamkeit? Alles nur verklärende, verkitschende Retrospektive oder ist die Zeit mal wieder reif?
 
These sensations barely interest me for another day, I’ve got the spirit, lose the feeling, take the shock away.

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2 Antworten to “„get over the sorrow, the world is always going to be made of this…“”

  1. pavel Says:

    Der Film ist übrigens recht bescheiden, um nicht eine andere Wendung, die mit besch anfängt zu gebrauchen

  2. nikakoi Says:

    beschönigt?
    bescheuert?
    beschränkt?
    😀

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